<i>Martin Geiss, Psychologe</i><i>Maria Zender, AHB</i> Die Diagnose Krebs verändert - zumindest vorübergehend - das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen in vielen Bereichen: Abgesehen von den medizinischen Aspekten gilt es, Pragmatisches und manchmal auch Juristisches zu regeln. Unsere Mitarbeiter kümmern sich auch über den Klinikaufenthalt hinaus um die Pflege der Patienten. Dabei hilft neben unserem Sozialdienst (upload/pdf/Flyer/Folder_Sozialdienst.pdf) auch die ambulante Pflege.

Psychologische Betreuung
Körper und Seele sind nicht zu trennen und gerade bei Krebspatienten ist meist beides gleichermaßen in Mitleidenschaft gezogen. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die psychische Gesundheit zu unterstützen:
Unser hausinterner Psychoonkologe, Martin Geiss, hat vielfältige Erfahrung im Umgang mit Krebspatienten. Er bietet folgende Leistungen:
Emotionale Unterstützung im Umgang mit belastenden Gefühlen
Gesundheitsförderung durch aktive Verarbeitungsstrategien
Anleitung zu Selbstkontrollstrategien
(Entspannungstechniken, Imitation, Körpererfahrung)
Stressmanagement
Verbesserung des Selbstwertgefühls und der mentalen Einstellung zur Krebserkrankung
Neuorientierung und Entwicklung von Perspektiven

Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat findet von 15.15 Uhr - 16.15 Uhr eine psychoonkologische Gruppentherapie statt.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Auch Angehörige von Patienten sind jederzeit willkommen.

Ansprechpartner bei der psychologischen Betreuung ist
Diplom Psychologe Martin Geiss
Tel.: 06898 / 55-2396
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Anschluss-Heilbehandlung
Häufig ist im Anschluss an eine Darmkrebstherapie eine Kur oder eine Anschlussheilbehandlung sinnvoll. Wir helfen gerne bei der Beantragung und Organisation.
Ihre Ansprechpartnerin ist:
Fr. Schulien
Tel.: 06898 / 55-2062; -3197
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Selbsthilfegruppen
Oft hilft schon der Austausch mit Menschen, die in der gleichen Situation sind, wie man selbst. In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Selbsthilfegruppen für Krebskranke und deren Angehörige, die über folgende Kontakte erreichbar sind:

KISS (Kontakt- u. Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland), Futterstr. 27, 66111 Saarbrücken
Saarländische Krebsgesellschaft, Sulzbachstr. 37, 66111 Saarbrücken 

Medizinrechts-Beratungsnetz
Auch im Rahmen der Behandlung von Krebserkrankungen kann es zu Konflikten mit Ärzten, Kranken- und Renten- oder Pflegeversicherungen kommen. Die Stiftung Gesundheit bietet bundesweit kostenfreie juristische Beratung in Sachen Medizinrecht an.

Sozialdienst
Bei Fragen zu Pflegeversicherungsgesetz, Krankenkassen, Hilfsmittel, Hilfen für zu Hause, ambulanter Versorgung, stationäre Pflege, Pflegestufen, Hospiz und palliativer Therapie hilft Ihnen unser Sozialdienst gerne weiter.
Sozialdienst

Schmerztherapie
Wie bei den meisten Tumorerkrankungen können auch bei Darmkrebs Schmerzen im Krankheitsverlauf auftreten. Die Möglichkeiten moderner Schmerztherapie ermöglichen uns in nahezu allen Fällen, Schmerzen zu lindern und somit wieder Lebensqualität zu gewinnen. Die Angst vor Medikamentenabhängigkeit ist in diesem Fall unbegründet. In unserer Klinik für Schmerztherapie besprechen wir mit unseren Patienten die notwendigen Behandlungswege und legen die Medikamentengabe fest. Dabei spielen neben den Schmerzen auch der allgemeiner Gesundheitszustand, eventuelle Vorerkrankungen, das Wohlbefinden sowie die persönlichen Wünsche eine wichtige Rolle. Wenn nötig, wird im Verlauf der Behandlung wiederholt kontrolliert, ob der gewünschte Behandlungserfolg eingetreten ist und ob gegebenenfalls Änderungen erforderlich sind.
Schmerztherapie

Onkologische Fachpflege
Unsere onkologischen Fachpflegekräfte Petra Oswald und Diana König helfen bei Fragen rund um die pflegerischen Aspekte im Rahmen von Tumorerkrankungen gerne weiter. Darüber hinaus hilft Petra Lang, unsere Onko-Lotsin, den passenden Weg durch alle Stufen der Erkrankung hindurch zu finden.

Palliativmedizin
Wenn eine Krebserkrankung nicht mehr heilbar ist, kann die Palliativmedizin viel für das Wohlbefinden des Patienten tun. Folgende Ansprechpartner helfen dabei weiter:

Chefarzt Dr. Jürgen Guldner, Neurologie
Oberarzt Dr. Faßbender, Innere
Prof. Dr. Daus, Onkologie

Ernährungsberatung
Insbesondere bei Operationen kann die Ernährung zum richtigen Zeitpunkt den Krankheitsverlauf sehr positiv beeinflussen. In Anlehnung an das Fast-Track-Konzept werden dabei lange „Nüchternzeiten“ weitestgehend vermieden. Sie dürfen und sollen bis 6 Stunden vor der Operation Essen und Trinken und noch 2 Stunden vor Beginn der Narkose klare, kohlenhydrathaltige Getränke (perioperative Trinknahrung) zu sich nehmen. Bereits am Operationstag dürfen Sie abends wieder essen und trinken. In den nächsten zwei bis drei Tagen bekommen Sie dann zunehmend mehr feste und flüssige Nahrung, so dass ab dem 3. oder 4 Tag nach der Operation keine Infusionen mehr notwendig sind. Optional bieten wir proteinreiche Trinknahrung an, um den erhöhten Eiweißbedarf zu decken. Damit stärken wir das Immunsystem, senken das Komplikationsrisiko und verkürzen somit deutlich den Aufenthalt auf der Intensivstation und im Krankenhaus.
Gerne helfen wir unseren Patienten mit einer individuellen Ernährungsberatung mit Rezepten und Tipps sowie Hinweisen auf die Wirksamkeit verschiedener Lebensmittel (abführend, stark riechend usw.).

Stomatherapie
Grundsätzlich versuchen wir alles, einen künstlichen Seitenausgang des Darms zu verhindern. Bei bestimmten Operationen, oder wenn die normale Funktion des Darmes erkrankungsbedingt vorübergehend oder dauerhaft verändert ist, kann eine Stoma-Anlage (künstlicher Seitausgang, Anus praeter) notwendig werden. Oft wird ein Stoma nur vorübergehend zum Schutz angelegt. Für die Dauer des Seitausganges haben wir eine professionelle Beratung und Versorgung. Unsere Stomaberaterin berät und betreut unsere Patienten und leitet die ordnungsgemäße Stomaversorgung ein. Nach der Entlassung wird die Betreuung ambulant fortgesetzt. Gegebenenfalls kann zusätzlich ein ambulanter Pflegedienst organisiert werden.

Wundmanagement
Sollten nach der Operation Wundheilungsstörungen auftreten, so behandeln wir diese mit uns kooperierenden Wundtherapeuten und hausinternem Fachpersonal.
Wundmanagement

Prof. Dr. Thomas Reck
Leiter Darmzentrum
Klinik Püttlingen

Ansprechpartnerin:
Nicole Alt

Koordinatorin Darmzentrum
Tel.: 06898 / 55-3209
Fax: 06898 / 55-3225
Email: darmzentrum.puettlingen@kksaar.de